28. November 2017 | Von Eric Czotscher

Crowdinvestment bekannt, aber kaum genutzt

Laut aktueller Umfrage investieren zwei Prozent

Aktuelle Studie des Marktwächters Finanzen zeigt, dass Verbraucher bei Crowdinvestments hohe Renditen erwarten. Bild: vzbv

Deutsche Anleger haben Interesse an Geldanlagen im Rahmen von Crowdinvestments, doch nur wenige sind engagiert. Dies zeigt eine Onlinebefragung des „Marktwächters Finanzen“ von September 2017 im Auftrag der Verbraucherzentrale Hessen, durchgeführt vom Marktforschungsinstitut forsa. Demnach können 22 Prozent der Befragten nach eigenen Angaben „Crowdinvestment“ erklären (viele Geldgeber investieren über eine Internetplattform in ein Projekt), und weitere 22 Prozent kennen es dem Namen nach. Tatsächlich investieren bisher aber nur 2 Prozent der rund 1.000 Befragten aus einer repräsentativen Stichprobe deutschsprachiger Internetnutzer ab 18 Jahren.

Für die Zukunft können sich aber 15 Prozent der Befragten ein Crowdinvestment vorstellen. Denn die Befragten erwarten hohe Renditen (33 Prozent) oder halten das Prinzip für überzeugend (15 Prozent). Sie sehen aber auch das damit verbundene hohe Risiko (39 Prozent).

Üblicherweise gehören die genutzten Finanzinstrumente zum „grauen Kapitalmarkt“, wie Nachrangdarlehen oder partiarische Darlehen. Das Kleinanl gerschutzgesetz von 2015 enthält bei Crowdinvestments eine Ausnahme von der Prospektpflicht. Damit will Deutschland innovative Start-ups und neue Geschäftsmodelle fördern.

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