15. Februar 2018 | Von Detlef Pohl

Beim Zahnschutz auf Premiumtarife achten

Für Kassenpatienten kann es sich lohnen, eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen. Versicherungsvermittler können hier mit Expertenwissen punkten

Gute Zahnpflege ist die beste Versicherung. Doch im Alter lässt sich teurer Zahnersatz kaum vermeiden (Bild: Thinkstock/furtaev).

Die Krankenkassen zahlen für Zahnersatz nur noch einen geringen Festzuschuss. Deshalb kann es sich für einen Kassenpatienten lohnen, eine private Zahnzusatzversicherung abzuschließen. Versicherungsvermittler und -berater können hier mit Expertenwissen und Branchenkenntnissen punkten. Ein aktueller Markteinblick mit leistungsstarken Tarifen.

Die Kassen haben ihre Zahnarztleistungen – trotz Bonusheft – massiv abgespeckt. Seit 2005 werden nur noch sogenannte Festzuschüsse gezahlt – mit einem maximalen Bonus bei regelmäßiger Kontrolle von 30 Prozent. Der einfache Festzuschuss deckt aber nur die Hälfte dessen ab, was als ausreichende, notwendige und wirtschaftliche Basistherapie definiert ist, heißt es von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Laut Zahnbehandlungsvergleichsportal Medikompass.de muss ein Patient für Zahnkronen im Schnitt bundesweit 945 Euro aus eigener Tasche zuzahlen und für Zahnimplantate satte 4.680 Euro.

Mit einer Zahnzusatzversicherung bleiben beim Patienten selbst bei einem schwachen Tarif nur ein Viertel Restkosten hängen. Kein Wunder, dass Berater und Vermittler zunehmend Handlungsbedarf bei ihren Kunden anmerken. Der Absatz ist entsprechend hoch. Unter den 25 Millionen privaten Krankenzusatzpolicen sind allein 15,4 Millionen für die Behandlung beim Zahnarzt.

Spreu vom Weizen trennen

 „Marktweit existiert ein breites Angebot an kundenfreundlichen Versicherungsbedingungen, mit denen Berater ihren Kunden zu einem erweitertem GKV-Zahnschutz verhelfen können“, stellt Dr. Reiner Will, Chef der Assekurata Assekuranz Rating-Agentur fest. Während in früheren Tarifgenerationen meist nur der Zahnersatz inklusive Inlays und Implantate versichert war, seien inzwischen meist auch Mehrkosten für Zahnbehandlungen, Prophylaxe sowie Kieferorthopädie bei Kindern abgedeckt. Auch die Stiftung Warentest urteilt positiv (Finanztest 11/16): „Noch nie gab es so viele Versicherungen mit sehr guten Leistungen für Zahnersatz.“

Torsten Schmidt von Ideenwerk rät zur Kooperation mit Spezialisten (Bild: Ideenwerk).

Doch im Dickicht der Tarife droht mancher Berater verloren zu gehen. „Es lohnt sich für Makler, sich einem Spezialisten anzuvertrauen, ehe er in ein Beratungsgespräch geht“, sagt Torsten Schmidt. Er ist Vorstand der als Versicherungsmakler zugelassenen Ideenwerk AG in Marl, einem auf Premiumprodukte spezialisierten Deckungskonzeptanbieter. „Mit Toptarifen ist Ihr Kunde Privatpatient beim Zahnarzt, erhält 90 bis 100 Prozent Erstattung bei Zahnersatz, 100 Prozent bei Zahnbehandlung, unbegrenzte professionelle Zahnreinigung und bedingungsgemäß Keramikverblendungen für alle Zähne“, der KV-Spezialist setzt die Messlatte bewusst hoch, um Haftungsprobleme für sich und andere Makler auszuschalten. Mittlerweile fänden sich auch Sonderleistungen wie Laserbehandlung, Vollnarkose, Akupunktur und Hypnose in den Tarifbedingungen.

Vergleichssoftware erleichtert Beratung

Schmidt hat mit dem von ihm bevorzugten Onlinerechner IGV.Versicherung über 100 Zahntarife im Blick. Da der Markt mittlerweile unübersichtlich geworden sei, biete IGV mit 90 Vergleichskriterien aktuell wohl das umfassendste Recherchetool für Zahnzusatzpolicen. „Es ist einfach zu bedienen und wird daher auch von vielen anderen Maklern verwendet“, berichtet Schmidt.

Beim Vergleich der Angebote käme es vor allem auf drei Punkte an, so die Erfahrung des PKV-Experten:

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